Die neue Epson R-Serie
Erste Eindrücke von der Neuen Projektorenserie mehr


Die Geburt eines Heimkinos
Der Bau eines Heimkinos mehr


Die neue Epson R-Serie

Da wir die Erstpräsentation der neuen R Serie von Epson auf der IFA 2010 mit begleiteten, hatten wir als erster Händler in Europa den Epson EH-R2000 bei uns in der Heimkinoschmiede zur Begutachtung.


Wir möchten Ihnen hier einen kleinen Einblick hinter die Kulissen gewähren und die ersten Eindrücke der neuen Serie vermitteln.

Kurz ein paar Worte zu der Technik.

Epson hat sich mit der neuen R-Serie (Reflektive) einer weiteren Paneltechnologie angenommen.

Bisher war Epson ja als Hersteller der 3LCD Technologie bekannt, welche für jede Grundfarbe je ein lichtdurchflutetes LCD Paneele beinhaltet, um das Bild auf eine Leinwand zu projizieren.
Lange Jahre verfeinerte man diese Technik im Punkto Schwarzwert und Lichtausbeute.
Nun ging man einen Schritt weiter und entschloss sich auch die LCoS- Technologie einzusetzen.
JVC und Sony sind hier die bekanntesten Vertreter im Heimkinosektor mit diesem
Lösungsansatz.


Epson nennt sie:




















Welche Vorteile bringt diese Technik mit sich?

Bei einem normalem LCD Panel ist um jedes Lichtventil (Pixel) ein Rahmen, welcher die Leiterbahn beinhaltet. Dies ist bekannt als Fliegengitter. Das Panel ist direkt im Lichtweg montiert und fungiert sozusagen als Lichtventil.
Es tritt hier natürlich auch eine immense Wärme auf und natürlich muss das Panel ständig gekühlt werden. Diese Luftkühlung, direkt an den Panels trägt das Risiko mit sich, dass ein Staubkorn sich sichtbar im Bild auf dem Panel absetzt.
Dies bekämpfte man in der Vergangenheit mit speziellen Staubschutzfiltern in der Luftansaugung.


Bei der 3 LCD Refleftiv Technologie arbeitet das Panel nicht als lichtdurchflutetes Lichtventil, sondern als Spiegel. Das angesteuerte Pixel lässt das Licht nur auf eine Spiegelschicht im Inneren des Panels durch, um es im Anschluss nach vorne zu lenken Richtung Prisma, Optik und Leinwand. Somit befindet es sich nicht direkt im Lichtweg wie bei der durchleuchteten LCD Technik.

Die Vorteile sind, dass die Leiterbahnen zur Ansteuerung der Pixel und auch die Kühlung auf die Rückseite des Panels gelegt werden können. Hierdurch erhalten wir eine höhere Bildfüllrate, da die Pixel kein störendes Fliegengitter besitzen, und die Gefahr für Staub wird ausgeschlossen, da die Panels auf der Aktiven Seite komplett gekapselt sind. Au?erdem sind die neuen LCD R Panels auch in ihrer Ansteuerung schneller als die bisherigen LCD Panels, was eine höhere Taktung zulässt.

Also einige Gründe wieso sich Epson entschied auch diese Technologie in einer Eigenentwicklung in seine Projektorenserie aufzunehmen.


Soviel von der für Epson neuen Technologie.

Doch nun sehen wir uns doch einmal das Gerät selbst an.



















Was uns zuerst bereits nach dem Auspacken auffiel, war das recht kompakte Gehäuse.
Sind wir doch gewohnt dass die Geräte in der letzten Zeit immer grö?er werden, insbesondere in der LCoS Liga, so ist hier doch ein recht kompaktes und wie wir finden formschönes Gerät entstanden.

Die Optik ist mittig angeordnet und die Abluft sowie die Zuluft sind an der Front zu finden.
Dies ermöglicht den Projektor auch in einem Möbel (Bücherregal) einzubauen.
Der Luftfilter ist sogar von der Front zu wechseln. Hierzu drückt man einen Knopf an der Unterkante des Projektors und die Abdeckblende löst sich. Dahinter verbirgt sich ein Aufwendiger Luftfilter. Der Projektor muss also, auch wenn er eingebaut ist, nicht entfernt werden um den Filter zu reinigen/ersetzen.























Die Anschlusse sind an der Rückseite positioniert und können noch zusätzlich mit einer
Abdeckhaube verdeckt werden.





















Als Anschlüsse weist der R2000 folgende Anschlüsse auf:

2 x HDMI
1 x VGA
1 x YUV
1 x S-Video
1 x Composite
RS232
Trigger Out


Der R4000 weist zusätzlich noch einen Netzwerkanschluss auf, welcher zu Servicezwecken und Steuerung genutzt werden kann. Hier sollen auch Meldungen (Luftfilter wechseln) an eine Mail versendest werden können.
Leider bleibt die Bildübertragung über Netzwerk derzeit au?en vor.

Der Projektor ist sehr leise. Messungen haben wir nicht durchgeführt, aber er ist leiser als
der bekannte TW5500.
Auch im Lampenmodus Normal (High) steigt die Lautstärke kaum zum Modus Eco an.
Dass er auch auf Normal im Dauerbetrieb ohne Probleme durchhält, haben wir auf der IFA feststellen können. Dort lief er permanent auf Normal Modus und dass den ganzen Tag.


Die Bedienung am Gerät ist seitlichen hinter einer Schiebeblende versteckt.
Hier können die wichtigsten Einstellungen direkt am Gerät vorgenommen werden.
Die Ein- und Ausschaltung sowie Quellenwahl liegen au?erhalb der Schiebeklappe.




















Das Gehäuse ist, so finden wir, formschön und auch für das Wohnzimmer geeignet.



Auf der anderen Seite befindet sich die Blende für den Lampenwechsel. Auch dieser ist zugänglich ohne das Gerät von der Decke zu nehmen.




















Die Aufstellung erweist sich als sehr einfach, da die neue R-Serie über eine komplett motorisierte Optik verfügt.

Man kann wie man in den folgenden Bildern sieht Focus, LensShift, und Zoom motorisch mit der Fernbedienung von der Leinwand aus einstellen. So soll es sein!






















Auch der Zoombereich und der Lensshift sind sehr gro? gewählt und somit ist das Gerät sehr flexibel in de Installation.

Nun kommen wir zu den Menüs.

Wir fanden die gewohnte Menüstruktur der vorherigen TW Serie wieder. Diese ist klar gegliedert und wieso sollte man etwas Gutes auch ändern.

Unter Image findet sich alles was mit Bildeinstellungen zu tun hat.





















Das Menü Image blieb unverändert und wurde lediglich durch eine Einstellmöglichkeit erweitert.
Unter Lens Iris kann man mit einer motorisierten Irisblende, welche in der Optikangebracht ist den Schwarzwert des Projektors nochmals verbessern.
Beim Schlie?en der Iris wird der Bildanteil von Streulicht, welche auch in der Optik auftritt, ??gefiltert??. Dies ist eine sehr gute Möglichkeit den Projektor zu optimieren. Doch Vorsicht, zu weit geschlossen schluckt dies Licht. Hier kann man experimentieren. 20 Schritte sind hier möglich.

Der Projektor besitzt 2 Blenden. Eine im Lichtweg vor den Panels und eine in der Iris.
Die Irisblende kann motorisch in Stufen angepasst werden, bleibt dann aber im Filmbetrieb fest eingestellt. Die Auto Iris hinter der Lampe arbeitet dagegen in 2 Modi im Echtzeitbetrieb aktiv, während dem Filmbetrieb. Es gibt bei der Auto Iris wie bisher die Einstellung Normal und Schnell.
Die Iris selbst wurde übrigens auch komplett überarbeitet, wovon wir uns selbst überzeugten.

Mit Color Mode kann man eine bestimmte Voreinstellung abrufen und dann verändern.






Zur Auswahl stehen:
x.v.Color
Cinema
Natural
Living Room
Dynamik











Unter Advanced Settings kann wie bisher die Bias Gain Anpassung auf D65 und über das Colormanagement der Farbraum angepasst werden. Au?erdem kann hier das Gamma angewählt werden.
Das Ganze ist unverändert zur TW Serie.


Menü Signal.






















Hier findet sich wie bekannt die Einstellungen Aspect und Frame Interpolation. Die Superresolution ist nun aber aus dem Advanced Modus nach vorne genommen worden.
Die Frame Interpolation weist wie bisher die Einstellungen Off, Low, Normal und High auf.
Alle Modi arbeiten sehr flüssig und zeigten keinerlei Artefakte bei dem gesichteten Filmmaterial. Hier hat Epson seine Erfahrungen aus der TW4400 / 5500 Serie übernommen. Das Ergebnis überzeugte uns.

In der Super-Resolution gab es eine ?nderung. Man hat nun nicht mehr nur 3 Schritte zur Auswahl sondern nun 5. Die Erfahrung hat gezeigt, dass beim TW5500 die Einstellung 3 für viele Filme die beste war, jedoch Filmkorn hervorhob. Nun hat man zwei weitere Schritte um dies besser anzupassen. Man muss bei verschiedenen Filmen sehen was hier die richtige Einstellung ist.

Im Advanced Modus kann man die verschiedenen Einstellungen des HQV wie Rauschunterdrückung, Mosquito NR und Block NR vornehmen. Au?erdem Overscann und HDMI Video Range. All das ist übernommen worden.

Auf die Einstellung Aspect möchten wir kurz eingehen.






















Man findet hier neben den üblichen Formaten zusätzlich das Format Anamorphic Wide, welche man braucht, um bei der Verwendung eines Anamorphoten, ein 21:9 Bild mit Balken Vertikal zu strecken. Dies verwendeten wir auch in Berlin bei dem R4000. Zusätzlich findet man aber auch das Format Horiz. Sqeeze, was verwendet werden kann wenn ein Anamorphot dauerhaft vor der Projektionsoptik verweilt. Hier wird das 16:9 Bild dann Horizontal gestaucht, damit der Anamorphot es auf die normale Bildbreite vergrö?ert.
Epson hat also das Thema Widescreen in allen Varianten in der neuen R Serie verfügbar gemacht. Eine weitere Möglichkeit kommt aber noch später.


Auch das Menü Settings ist unverändert zum TW5500.
Hier kann die Projektionsart (Decke, Front....) Display (Position, Hintergrund....) Input
Signal, Sprache eingestellt werden.
Hier gehen wir nicht weiter darauf ein.























Lediglich unter Lock Settings verbirgt sich eine Einstellmöglichkeit für Lens Position,
welche eine tolle Neuerung verbirgt. Hierzu später mehr.






















Das Menü Memory wurde erweitert.
Hier kann man nun nicht wie gewohnt nur seine Einstellungen unter einem Speicher sichern, sondern man hat auch eine Möglichkeit von Lens Memory. Und diese Option verbirgt etwas besonders.
























Nun kommen wir zu einer für uns sehr erfreulichen Neuerung.
Wir sind Freunde von echtem Widescreen und am liebsten via ??constant high??. Das hei?t das Bild wird nicht niedriger bei 21:9 Bildmaterial (Schwarze Balken) sondern breiter wie im echten Kino.
Auf der IFA in Berlin zeigten wir da die Möglichkeit mittels eines Anamorphoten. Dies ist allerdings ein sehr kostspieliger Weg, wenn auch der beste. Bei einer Anamorphotenlösung nutzt man immer die volle Auflösung und das gesamte Licht des Projektors. Man rechnet die schwarzen Balken im ersten Schritt weg, (dies geschieht im Aspekt Anamorphic Wide) sodass man die volle Bildhöhe erhält und stretcht das Bild dann wieder mittels des Anamorphoten auf die volle Breite. Der Projektor ist wie bereits beschrieben hierfür vorbereitet.




















Eine andere Möglichkeit hat sich Epson nun zusätzlich angenommen. Man kann das Bild
auf 3 verschiedene Positionen und Grö?en abspeichern.
Wir speicherten auf Lens Memory 1 das Bild in 16:9 und zoomten im Anschluss einen 21:9
Film auf die volle Bildhöhe. Hierzu mussten wir auch das Bild in der Höhenposition und
dem Fokus anpassen.
Im Anschluss speicherten wir diese Einstellung auf Lens Memory 2.
Nun kann man bei wechselndem Filmformaten einfach das passende Format abrufen und
das Bild wird Formatgerecht in der Grö?e und Zoom angepasst. Lens Memory 3 kann man
z.B. nutzen um Untertitel noch sichtbar zu lassen.
Hierbei sei erwähnt dass, da die neue R-Serie voll Motorisiert ist, auch ein seitlicher Shift
möglich ist. Der Projektor muss nicht genau mittig vom Bild positioniert werden!

Lens Memory ist für uns eine echte Bereicherung!

Voraussetzung ist hier natürlich eine 21:9 Leinwand. Wir zeigten dies in Berlin mittels einer
Doppelrolleinwand (16:9 / 21:9), welche wir in Kürze auch anbieten werden.


Das Menü Netzwerk ist Neu und nur beim R4000 zu finden. Aus Zeitgründen konnten wir
hier allerdings keine Tests vornehmen.























Menü Info stellt wie gewohnt eine Zusammenfassung des eingehenden Bildsignals und
der Lampenstunden dar.





















Die Fernbedienung ist ebenfalls als gelungen anzusehen.
Sie liegt gut in der Hand, ist Beleuchtet und beinhaltet sogar Tasten zur Ansteuerung von
einem Zuspieler. Die 3 gro?en Tasten für die Ansteuerung von Lens Shift, Zoom und
Focus würden wir allerdings lieber als 3 feste Speichertasten sehen. Z. B. für 21:9, 16:9
oder Mem 1....
































Wir haben natürlich den Projektor für die Messe in Berlin kalibriert.
Hierzu haben wir verschiedene Modi gemessen und da wir auf eine Bildbreite von 3,5m gingen haben wir den Lichtstärksten für unsere Anpassung ausgewählt.

Wir entschieden uns für den Modus Dynamic.
Wie bei der TW Serie hat die neue R-Serie einen eingebauten motorisch ausfahrbaren
Farbfilter.
Dieser wird benötigt um den momentan so populären überhöhten Farbraum zu realisieren.
Da er nicht nur den Farbraum erweitert, sondern auch einiges an Licht schluckt hatte man ihn bereits bei der TW-Serie motorisiert.

Bei der bisherigen TW-Serie war der Farbraum jedoch bei ausgefahrenem Filter in Grün etwas reduziert. Umso überraschter waren wir als wir bei unserer Messung feststellten, dass der Farbraum bei ausgefahrenem Filter nicht abgeschnitten war. Im Gegenteil, er war trotzdem noch etwas im rechten oberen Teil erhöht. Dies haben wir dann im  Colormanagement korrigiert.
Doch was steckt hier für eine Neuerung dahinter?
Epson ist auch der Hersteller der UHP-Lampe und so hat man ein neues Leuchtmittel entwickelt, welches optimal auf die neue LCD R Technik angepasst ist.
Die Kalibrierung erwies sich als nicht besonders schwierig, da der Projektor sich recht linear verhielt. Lediglich der Kontrast musste stark herunter gefahren werden da Rot ansonsten sehr früh ins Klipping kommt. Da sind die Kollegen von Cine4Home noch gefragt ob hier noch eine Verbesserung mittels eines Farbfilters möglich ist. Dort sehen wir noch Potential.



















Die Zeit lies es leider nicht zu alle Modi zu messen.


Nun eine kleine Zusammenfassung.

Die neue R-Serie ist die erste Projektoren Reihe von Epson mit der neuen 3LCD Reflectiv Technologie.

Die Vorteile der neuen Panel-Technik:
- Besserer Schwarzwert als bisher
- Bessere Füllrate (Kleineres Fliegengitter)
- Schnellere Reaktionszeiten der Panels
- Keine Staubanfälligkeit, da Panels koppelt gekapselt


Die zusätzlichen Neuerungen der R-Serie:
- formschönes kompaktes Gehäuse mit zentrisch angeordneter Optik
- motorisierte Optik mit Zoom, Focus und horizontalem und vertikalem LensShift
- zusätzliche Irisblende zur Reduzierung von Streulicht
- schnellere überarbeitete Autoiris im Lichtweg
- Lens Memory Funktion, was echtes 21:9 Filmvergnügen ermöglicht
- verbesserte Frame Interpolation und Super-Resolution
- verbesserte Fernbedienung mit Steuermöglichkeit des Zuspielers
- neuer verbesserter HQV Reon-Vida Chip
- sehr leise
- Be- und Endlüftung an der Front (Möbeleinbau möglich)
- Filter- und Lampenwechsel ohne Demontage möglich
- Auf Farbraum angepasstes neues Leuchtmittel


All diese Angaben sind unter Vorbehalt und ohne Gewähr. Sie beziehen sich auf ein uns von Epson zur Verfügung gestelltes Vorseriengerät.!
Wir sind gespannt auf das letztendliche fertige Modell.

Für diejenigen, die die neue R-Serie bereits in Berlin in unserem Premium Kino erleben konnten wird denke ich mal schon feststehen dass der neue EH-R2000 und EH-R4000 ein deutliche Weiterentwicklung darstellt.

Wir werden auf jeden Fall beide Geräte in unser Sortiment aufnehmen und Sie können, wenn Interesse besteht, diese bei uns ab ca. Anfang Dezember Live erleben.

Ihr Team der Heimkinoschmiede


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Heimkinoraum Trier Luxemburg

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7, op der Ahlkerrech

L-6776 Grevenmacher / Potaschberg

Tel.: 0035 226747676

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Trier / Luxemburg